Greeklyrics.de: Griechische Musik hören und verstehen!

NOTE: To use the advanced features of this site you need javascript turned on.

Dimitris Mitropanos

Am 17. April 2012, fünfzehn Tage nach seinem 64. Geburtstag ist Mitropanos, eine der größten Stimmen Griechenlands, von uns gegangen. Die Musik dieses unvergesslichen Künstlers ist und bleibt einmalig. Als einer der bekanntesten und erfolgreichsten griechischen Interpreten hat er sich in die Herzen von uns allen gesungen.

In diesem Beitrag, zu Ehren von Mitropanos, möchten wir den Künstler und sein Werk vorstellen.

Dimitris Mitropanos wurde am 2. April 1948 in Agia Moni, einem Bezirk außerhalb Trikalas geboren. Er ist ohne seinen Vater aufgewachsen und hat diesen erst im Alter von 29 Jahren kennengelernt. Bis er 16 war, dachte er sein Vater wäre Tod. Durch einen Brief hat er schließlich erfahren, dass sein Vater in Rumänien lebte.

Bereits als kleiner Junge ging Mitropanos arbeiten, um seine Familie finanziell zu unterstützen. Zuerst arbeitete er als Kellner in einer Taverne seines Onkels, später dann als Holzarbeiter. Im Alter von 16 Jahren ging er nach Athen, um bei seinem Onkel zu leben. Bevor er die Schule abgeschlossen hatte, begann er als Sänger zu arbeiten.

Im selben Alter besuchte er auf Drängen von Grigoris Bithikotsis Kolumbien. Bithikotsis lernte er bei einem Treffen in dem Unternehmen seines Onkels kennen, bei dem Mitropanos sang. In Kolumbien stellte ihm Takis Lampropoulos den Musiker Giorgos Zampetas vor. Mit Zampetas wird Mitropanos nach diesem für sein Leben sehr bedeutenden Treffen in dem Geschäft "Ksimeromata" arbeiten. Zampetas wird Mitropanos als großen Lehrmeister und zweiter Vater in Erinnerung bleiben.

Mitropanos hat bezüglich Zampetas einmal erwähnt, er sei der einzige Mensch gewesen, der ihm in Sachen Musik weiterhalf, ohne, dass er etwas von ihm erwartete.

Dann, 1966, begegnet Mitropanos erstmal dem großen, griechischen Komponisten Mikis Theodorakis. Mitropanos singt bei einer Tour durch Griechenland und Zypern Teile von Theodorakis' Werken "Romiosini" und "Axion Esti".

1967 nahm Mitropanos seine erste Platte mit dem Lied "Thessaloniki" auf. Dieser Platte folgte die Aufnahme "Xameni Pasxalia" die jedoch aufgrund der Zensur durch die Junta in Griechenland nie in Umlauf kam.



Auf seinem Weg zur Musikrichtung Laiko-Entexno kam es 1972 zu einem wichtigen Ereignis. Der Komponist Dimos Moutsis und der Dichter und Textschreiber Manos Eleutheriou bringen die Platte "Agio Febrouario" in Umlauf mit Mitropanos und Petri Salpea als Interpreten. Im Juli 1999 werden sich Mitropanos und Moutsis auf der Bühne von Irodio zusammen mit Dimitra Galani und der Sopranistin Tzoulia Sougklakou erneut treffen. Monate später werden diese Konzerte auf einer Doppel-CD veröffentlicht.

Auf seinem langjährigen Weg durch die Musikwelt Griechenlands arbeitete Dimitris Mitropanos mit den größten Künstlern der Laiko- und Entexo-Musik zusammen. So zum Beispiel Giorgos Zampetas, Mikis Theodorakis, Dimos Moutsis, Apostolos Kaldaras, Takis Mousafiris, Christos Nikolopoulos oder Giannis Spanos als einige der bedeutensten Vertreter der griechischen Musik.

Dutch die einflussreiche Zusammenarbeit mit Thanos Mikroutsikos auf der CD "Stou Aiona tin Paragka", mit Texten von Alki Alkaiou, Kosta Laxa, Linas Nikolakopoulou und Giorgou Kakoulidi, dreht sich die musikalische Richtung von Mitropanos noch mehr hin zum "Entexno". Er behält jedoch auch die musikalische Identität des Laiko.

Mitropanos führt diesen Weg mit Liedern von Mikroutsikos, Korakaki, Moukidi, Papadimitriou und anderen von Mitte der 90er bis Anfang 2000 fort.

Zu den neueren musikalischen Arbeiten von Dimitris Mitropanos gehört der Live-Mitschnitt des Konzerts in Irodio im September 2009 bestehend aus zwei CDS mit dem Titel "Ta Tragoudia Tis Zois Mou", zu deutsch: "Die Lieder meines Lebens".

Der unerwartet frühe Tod Dimitris Mitropanos' hat Fans auf der ganzen Welt schockiert. Mitropanos ist und bleibt ein großer Teil der griechischen Musik. Die unvergleichliche und gefühlvolle Stimme, die auf unzähligen Aufnahmen zu hören ist, berührt die Menschen auf eine ganz eigene Weise. Für uns und viele andere Menschen sind Mitropanos' Wirkung und seine Musik unsterblich.